Das Bezirksamt Berlin-Neukölln hat ZRS Architekten Ingenieure mit der Sanierung von zwei baugleichen Sporthallen der frühen 1970er-Jahre beauftragt, am Efeuweg und am Buckower Damm. Vorgesehen war zunächst nur eine Erneuerung der Oberflächen. Der Befund etlicher Schadstoffe erforderte jedoch mindestens eine Kernsanierung. Der Vergleich von Entkernung und Sanierung mit einem Rückbau und Neubau ergab für den Bestandserhalt sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile.
Die Typenbauten sind ca. 47 m lang und 36 m breit und umfassen zwei übereinander organisierte Hallen: eine Dreifeldsporthalle mit ca. 900 m² und darunter eine Doppelsporthalle mit ca. 600 m². Eine zusätzliche Dämmebene im Obergeschoss bringt die Fassade auf das energetische Niveau von Neubauten. Der Gebäudesockel ist als Vorhangfassade mit Holzlamellen ausgeführt, im Anbau wurden die Außenwände vollständig durch Holzständerkonstruktionen ersetzt. Neue Aufzüge erschließen die oberen Hallen barrierefrei, die unteren sind für Zuschauende über die Galerie erreichbar; beide Gebäude erhielten zudem rollstuhlgerechte WCs.
Die Ökobilanz belegt den Nutzen des Bestandserhalts: Das Treibhauspotenzial der Sanierungsvariante liegt rund 30 % unter dem eines konventionellen Neubaus, 7,0 gegenüber 10,8 kg CO₂-Äquivalent pro m² Nettogrundfläche und Jahr. Im Innenausbau kamen reversibel verbaute Naturmaterialien wie Holz und Linoleum zum Einsatz, mineralische Dämmstoffe mit hoher Masse verbessern zudem den sommerlichen Wärmeschutz.
Farbige Akzente an Fenstern und Türen machen die Gebäude als Sporthallen im Schulkontext erkennbar, rotorange am Efeuweg, smaragdgrün am Buckower Damm, und setzen sich im Innenraum fort. Genutzt werden die Sporthallen von Schüler*innen der Leonardo-da-Vinci-Schule, der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg und der Kepler-Schule sowie von Sportvereinen wie ALBA Berlin.