„Lehm ist grundehrlich.“ Ein Gespräch mit Prof. Dr.-Ing. Christof Ziegert über Lehmbau
Im März 2024, während er an der Planung und dem Bau des neuen Weleda-Zentrallagers beteiligt war, gab Prof. Dr.-Ing. Christof Ziegert von ZRS Architekten Ingenieure dem Architekturblatt ein Interview. Im Verlauf des Gesprächs beantwortet er eine Vielzahl von Fragen zum Thema Lehmbau, geht auf die Besonderheiten und Vorteile dieser Bauweise ein und erläutert, wie sie am besten genutzt werden können. Anschließend behandelt er Themen wie sich die Bauweise durch Normung, Forschung und Lehre in die Breite getragen wird und erklärt, wie sich derzeit ein Paradigmenwechsel im Bauwesen vollzieht. Das vollständige Interview ist über den untenstehenden Link verfügbar.
Der Neubau des Zentrallagers der Firma Weleda in Schwäbisch-Gmünd (Objektplanung MichelGroup) stellt mit 82 x 38 m den größten zusammenhängenden Stampflehmbau Deutschlands dar. Die umlaufenden Stampflehmwände mit einer Höhe von 8 m sind ein Bestandteil der 31 m hohen Gebäudehülle. Sie reicht mit einem Stahlbetontrog 5 m in den Baugrund und setzt sich oberhalb der Stampflehmwände mit weiteren 18 m gedämmter Holzfassade fort. Diese verschiedenen Bauelemente sollen im Mix ermöglichen, dass das Gebäude im Betrieb weder Kühlung noch Beheizung für die sensiblen Kosmetika und Arzneimittel der Firme Weleda benötigt. Dieses vom Büro Transsolar ersonnene Raumklimakonzept ist im Betrieb tatsächlich aufgegangen.
Link zum Interview: Architekturblatt
Foto: Weleda Logistik Cradle Campus | Schwäbisch Gmünd | © Weleda AG, Foto: Marco Licht