Angler-Heimeran Quartier

München | Deutschland

AUSLOBERIN | BAUAUFTRAGGEBENDE
Münchner Wohnen GmbH
ARCHITEKTUR
ARGE ZRS Architekten, dRMM, IFUB*
LANDSCHAFTSARCHITEKTUR
STADT RAUM PLANUNG München
TRAGWERKSPLANUNG
ZRS Ingenieure (Beratung VgV-Verfahren)
BAUPHYSIK | BRANDSCHUTZ
ZRS Architekten (Beratung VgV-Verfahren)
BGF
ca. 12.900 m²
PLANUNGSZEIT
ab 02|2026 (LP 2)
VGV-VERFAHREN
06|2025–02|2026
Anteil geförderter Wohnungen
ca. 25 %, Förderprogramm: Einkommensorientierte Förderung (EOF)
Pläne VgV-Verfahren
ZRS Architekten, dRMM, IFUB*, STADT RAUM PLANUNG
VISUALISIERUNG
PONNIE Images
Fotos
Mirek Tobor (Bestandssituation Anglerhof)
IFUB* (Bestandssituation Heimeranhof)

In dem Verhandlungsverfahren Quartiersentwicklung Angler-/ Heimeranstraße, München erhielt das Angebot mit dem Konzept der Bietergemeinschaft von ZRS Architekten, dRMM, IFUB*, STADT RAUM PLANUNG den Zuschlag für die planerische Umsetzung.

Im Fokus steht das gemeinschaftliche Denken des gesamten Areals sowie die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum. Die Würdigung des Denkmals, maximaler Bestandserhalt und zirkuläre Bauweise sowie eine umfängliche Barrierefreiheit sind die zentralen Themen des Quartierskonzeptes – bestehend aus 6 Gebäuden und 3 Innenhöfen. Durch die Wahrung der im Bestand konservierten „grauen Energie“ wird das Projekt maximal nachhaltig. Der geringe Neubauanteil entsteht mit ökologischen Materialien in nachhaltiger Bauweise und i soll möglichst kreislaufgerecht konzipiert werden. Dabei wird stets der gesamte Lebenszyklus betrachtet.

Die Grundrisskonzeption ist ebenfalls von nachhaltigen Prinzipien geleiten. Alles ist darauf ausgelegt, maximale Synergieeffekte aus gemeinschaftlichem Wohnen, Arbeiten und Gewerbe zu generieren. Der Flächenanteil für die Privatwohnung (Wohnfläche pro Person) wird zugunsten von qualitätsvollen Gemeinschaftsflächen bewusst reduziert. Hierbei spielt auch der Lebenszyklus des Quartiers und damit einhergehend die Wandlungsfähigkeit im Hinblick auf den demographischen Wandel eine wichtige Rolle. Es sind Wohnungen in unterschiedlichsten Größen und für eine Vielzahl verschiedener Anforderungen geplant, die allen Bewohnenden eine hohe Anpassungsfähigkeit bieten. Das gesamte Quartier ist maximal barrierearm geplant, ohne sich optisch aufzudrängen. Dadurch soll sich eine resiliente und bunt gemischte Nachbarschaft entwickeln, in der alte wie junge Menschen gleichermaßen ihren Platz finden können. Die Erschließungsflächen werden vielfach als hybrid nutzbare Bereiche mit „lebendigen“, sich überlagernden Nutzungen aufgeladen.

Hauptzugang und neue belebte Quartiersmitte wird der Hof zur Anglerstraße. Hier befinden sich die Zugänge zu Supermarkt mit Café und den ebenerdig angeordneten großzügigen Flächen für gemeinschaftliche Nutzung sowie zu den Treppenhäusern und zu der neuen Mobilitätsstation. Durch die angepasste Höhenlage im Hof wird nun ein ebenerdiger Zugang in die gesamte Erdgeschosszone möglich. Dadurch entsteht eine schwellenlose und fließende Verknüpfung von innen nach außen. Zentraler Treffpunkt bildet die gemeinschaftlich genutzte Erdgeschossfläche des Rückgebäudes. Sie dient als offener Ort für Begegnung, gemeinsames Arbeiten sowie für Veranstaltungen und unterschiedliche Aktivitäten. Für die Bewohnerschaft entstehen künftig Dachterrassen als lebendige Treffpunkte und zugleich als Rückzugsorte für einzelne Mietparteien. Diese sind barrierefrei über die Treppenhäuser zu erreichen.

Das Projekt gehört zu den Pilotprojekten des „Gebäudetyps-e“ der Bayerischen Staatsregierung und ist ein Projekt in der Pilotreihe, der „Wohnlabore“ der Landeshauptstadt München. Es wird als Einzelvorhaben vom bayerischen Städtebauförderprogramm gefördert.