Lehmbau: Über den Lebenszyklus nicht teurer | Christof Ziegert bei der Bundesstiftung Baukultur
Lehmbau führt auch über den Lebenszyklus gerechnet weder zu Mehrkosten noch ist er besonders wartungsintensiv. Das machte Christof Ziegert, Gründer von ZRS Ingenieure und Obmann des Normausschusses Lehmbau, beim 21. Transformationsdialog der Bundesstiftung Bauakademie am 14. Oktober 2026 in Berlin deutlich. Titel: „Vom Einzelprojekt zur Baupraxis. Wie kommt Lehmbau aus der Nische in den Maßstab?“
Wer mit Lehm baue, könne bei Bau und Betrieb der Haustechnik sparen und mehr Budget in die Baukonstruktion investieren. Bei der Normung sei Deutschland Vorreiter, andere Länder orientierten sich an den DIN-Normen. Bei verpflichtenden Nachhaltigkeitsaspekten sei etwa Dänemark weiter.
Alexander Stolzenberg (Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft) kritisierte Kostenanalysen mit sehr kurzem Betrachtungszeitraum, die den Lebenszyklus ausblenden. Beim Reallabor HOLZ ZIEGEL LEHM beginnt die Monitoring-Phase. Christian Gäth (Earthbound) verwies auf den über 100-jährigen Vorsprung herkömmlicher Baustoffe wie Beton. Franziska Knoll (WIR!-Bündnis GOLEHM) sah in einer CO₂-Bepreisung einen Hebel für schnellere Skalierung.
Foto: ZRS Architekten Ingenieure