Woho – Das (nicht nur) vertikale Stadtquartier | Wettbewerb | 3. Platz

Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

Ausloberin
UTB Projektmanagement GmbH
Verfahren
Einladung Realisierungswettbewerb in zwei Phasen
Architektur
ZRS Architekten GvA mbH mit Bruno Röver
Tragwerksplanung
ZRS Ingenieure GmbH
Landschaftsarchitektur
schönherr Landschaftsarchitekten PartmbB
Beratung Holzhochhausbau
Hermann Kaufmann + Partner ZT GmbH
Beratung Brandschutz
Planungsgruppe Geburtig
Energiekonzept
Ingenieurbüro Hausladen GmbH
Visualisierung
PONNIE Images

Der Entwurf für „WoHo(Ho)“ fügt sich umsichtig in seinen sozialen, zeitlichen und baulichen Kontext ein und schreibt die beliebten typischen Kreuzberger Qualitäten fort. Das WoHo-KiWe-KiKi steht dabei für eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Architektur, an der Bauherr*innen, Nutzer*innen und Gesellschaft gleichermaßen partizipieren. Zentrales Merkmal des städtebaulichen Entwurfs ist die Öffnung und Durchwegung des Grundstücks, denn gute Nachbarschaft braucht öffentlichen Raum(!) – Raum für Begegnung, Überraschung, zum Feiern und Aneignen, zum miteinander Diskutieren und ineinander verlieben. Eine vielfältige Mischung unterschiedlichster Nutzungen belebt den Ort am Boden und in der Vertikalen und schafft ein lebendiges, buntes Zentrum für die Nachbarschaft und darüber hinaus.

Zur Erzeugung menschlicher und „kiezischer“ Maßstäblichkeit bekommt das große WoHo zwei kleinere Geschwister: das Kinder- und Werkhaus „KiWe“mit Kindertagesstätte und Atelierräumen und den Kiezkiosk „KiKi“. Jeder dieser drei Bausteine kann zusammen mit den verbindenden Freiräumen seine jeweiligen Stärken ausspielen. Als Gruppe bereichern sich die unterschiedlichen Qualitäten der drei Hausgeschwister gegenseitig und bilden ein Ensemble für gelebte Urbanität in einer diversen Gesellschaft.

Das Projekt ist als Holz- bzw. Holzhybrid-Skelettbau konstruiert. Es zeichnet sich in allen Ebenen durch seine Robustheit aus: die Konstruktionen lassen hohe Variabilität und Flexibilität zu, die eingesetzte Technik ist einfach, die Gestaltung erlaubt ein hohes Maß an Aneignung und eigener Gestaltung durch Nutzer*innen und Nachbarschaft. Mit dem zentralen Ansatz des ökologischen und gesunden Bauens leistet das Konzept wichtige Beiträge zum Klima- und Ressourcenschutz, zur Nutzergesundheit und als Vorbildprojekt. Es werden weitest möglich nachwachsende Rohstoffe eingesetzt.

Competitionline