Werkstattgebäude für die Konrad-zuse-schule

Berlin-Pankow

Bauherr
Land Berlin
Generalplaner & Architekt
ZRS Architekten
Tragwerksplanung
ZRS Ingenieure
Nutzfläche
1157 m2
LANDSCHAFTSPLANUNG
hochC Landschaftsarchitekten
Tga-plannung
HDH Ingenieure
Ausführung Rohbau
Matthäi Bauunternehmen
Ausführung Holzbau
Zimmerei Sieveke
Planungs- und Bauzeit
2017 bis 2021

Für die Berufsschule mit sonderpädagogischem Schwerpunkt entstand ein neues Werkstattgebäude in Holzbauweise. Es orientiert sich quer zum massiven 3-geschossigen Bestandsbau aus der späten Gründerzeit und schiebt sich in den Vordergrund des Grundstückes. Der quaderförmige Baukörper wird durch verschieden große Öffnungen gegliedert. Zur Straße bietet ein großes Schaufenster Einblick in die Aktivitäten der Schule.

Im Kontrast zur schlichten Kubatur des 44,48 m langen, 19,14 m breiten und 8,80 m hohen Baukörpers steht die äußere Fassadenbekleidung aus vertikalen karbonisierten Holzlamellen. Die vorbildhafte und sichtbare Verwendung von natürlichen Baumaterialien präsentiert nach außen die ökologische Bauweise. Das Werkstattgebäude basiert auf einem Holztragwerk, welches mit einem Stecksystem montiert wird. Die Tragstruktur überspannt eine Fläche von 9,0 m. Die modulare Bauweise bietet für zukünftige Umnutzungen ein hohes Maß an Flexibilität.

Es entstand ein Gebäude, das einen geringen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Ziel war es, eine dauerhafte Bauweise zu entwickeln, welche durch eine reversible Konstruktion auf sich verändernde Raumanforderungen und Umwelteinflüsse reagieren kann. Zukünftig kann das Gebäude durch eine andere Programmierung flexibel angepasst werden. Der laufende Schulbetrieb profitierte von dem hohen Grad an Vorfertigung und der dadurch im Vergleich geringen und kürzeren Lärmemissionen im Bauprozess. Der überwiegende Einsatz von ökologischen Baumaterialien war die logische Konsequenz aus der ganzheitlichen Betrachtung. Das Material Holz schafft mit seiner warmen Oberfläche eine angenehme Lernatmosphäre und sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima. Die natürliche Be- und Entlüftung über die Fenster stellt ausreichend Frischluftzufuhr sicher und verzichtet damit auf wartungsintensive, maschinelle Lüftungsanlagen. Zudem konnte der Innenausbau auf ein geringes Maß reduziert werden. Die hellen Räume sorgen für eine gute Raumluft und ein hohes Maß an Nutzerkomfort.