Holz Ziegel Lehm | Pilotprojekt zu nachhaltigem Mietwohnungsbau

Berlin-Britz

Bauherr:in
Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft GmbH
Generalplanung
ARGE ZRS Architekten & Bruno Firoretti Marquez
Tragwerksplanung | Schallschutz
ZRS Ingenieure
Landschaftsarchitektur
Schönherr Landschaftsarchitekten
HLS PLANUNG
DKIPlan Dieterich | Klose - Ingenieure für Technische Gebäudeausrüstung PartGmbB
ELT PLANUNG
IRG Ingenieurgesellschaft f. rationelle Gebäudetechnik
Bauphysik | BRANDSCHUTZ
ZRS Architekten
Energiekonzept, Simulation
IB Hausladen
ENTWÄSSERUNGSPLANUNG
RCL Redeker Consult Luckenwalde
BGF
3.622 m2
Wohnfläche
2.371 m2
Wohneinheiten
36
NRF-R | NUF
2.731 m2 | 2.374 m2
Planungszeit
01|2021–heute
Fertigstellung
Mitte 2024 (geplant)
Förderung
Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz | DBU Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Forschung
TU Berlin, Natural Building Lab | Universität Stuttgart, Institut Wohnen und Entwerfen | TU Braunschweig, Institut für Bauklimatik und Energie der Architektur
Visualisierungen | Pläne
ARGE ZRS Architekten & Bruno Firoretti Marquez GmbH

Vor dem Hintergrund des Kostendrucks und der Technisierung im öffentlichen Wohnungsbau fiel 2019 der Startschuss für ein Pilotprojekt der Berliner STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft zum nachhaltigen Geschosswohnungsbau, das durch die ARGE ZRS Architekten und Bruno Fioretti Marquez realisiert wird. Mit zwei Neubauten, eines in Holz-Lehm- und das zweite in Ziegel-Holz-Bauweise, zeigt es unter Reallabor-Bedingungen die Potenziale des nachhaltigen Bauens im öffentlichen Mietwohnungsbau auf. Die beiden beteiligten Büros bringen ihre langjährige Expertise im Holzbau (ZRS) und monolithischen Ziegelbau (BFM) in das Projekt mit ein. Ziel ist, durch einen klimaangepassten Entwurf und über einfaches, robustes Bauen mit nachwachsenden, klimasteuernden Baustoffen den Einsatz von Gebäudetechnik zu reduzieren und die CO2-Emissionen bei der Errichtung von konventionellen Wohnbauten um mindestens 50 % zu unterschreiten.

Die beiden freistehenden Neubauten mit Satteldach entstehen auf einem Grundstück in Alt-Britz. Sie verfügen jeweils über fünf Etagen ohne Keller. 36 förderfähige Mietwohnungen sind geplant, die Hälfte davon barrierefrei. Die Baukörper sind in Grundriss und Volumen identisch, werden jedoch mit unterschiedlichen Materialien und Ansätzen geplant. Ein Gebäude entsteht als reiner Holzbau in Skelettbauweise, das zweite als monolithischer Ziegelbau mit Holzdecken. In beiden Gebäuden kommt Lehmputz zum Einsatz. Im Rahmen des Projektes wird die ökologische Bilanz der beiden Bauweisen miteinander verglichen. Die Gebäude werden möglichst robust, einfach, solide und langlebig konzipiert. Durch den Einsatz von diffusionsoffenen Baustoffen kann auf Lüftungs- und Klimatechnik verzichtet werden. Die Planung, der Bauprozess und die Nutzung der Häuser werden wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.